24.5.2010 – Green River – Escalante

The sunny middle of nowhere

Für heute war eigentlich die Fahrt ins Cathedral Valley auf einer Route vom I70 aus geplant. Leider machten uns die dicken Regenwolken einen Strich durch die Rechnung,denn alles westlich von Green River lag unter einer dicken schwarzen Decke. Den Reds Canyon Loop, der als Alternative geplant war, evtl. in Verbindung mit dem Little Wild Horse Canyon, konnten wir vergessen, genau wie die Molen Reef Concretions. Dort hin zu fahren, wäre nur Zeitverschwendung gewesen.

Tja, jetzt hocken wir in Green River und unsere Ziele sind wegen schlechten Wetters nicht zu erreichen. Wir beschlossen deshalb, erstmal die UT24 bis Hanksville zu fahren und dann zu entscheiden, wie wir weiterfahren würden. Je näher wir dem Nowwehre kamen, umso mehr lockerten sich die dunklen Wolken und es war fast schon wieder richtig schöner blauer Himmel mit Schäfchenwolken. Wo wir herkamen, war immer noch alles pechschwarz.

In Hanksville sahen wir, dass das BLM ein Büro unterhielt, dort stoppten wir, um nachzufragen. Die Rangerin meinte, dass wir die Fahrt über die Caineville Wash Road durchaus wagen könnten, Regenwahrscheinlichkeit läge bei ca. 20 Prozent. Auch der Freemont-River wäre mit unserem Laredo gut zu durchqueren, Wasserhöhe laut ihr "ancle-deep. Na, das war ja ne positive Aussage.

Vor Caineville bogen wir auf die Dirtroad gleichen Namens ab und nahmen Kurs aufs Cathedral Valley. Auch das steht schon seit 2008 auf unserer Wunschliste, damals hatten wir uns aber als Offroad-Neulinge nicht getraut. Nun waren wir hier und freuten uns auf das, was uns erwarten würde


Wir fuhren durch die farbenprächtigen Cainville Badlands und hielten hielten ständig an und genossen die Landschaft.

Von einem Hügel aus hatten wir dann auf einmal diese Aussicht:


Vor uns lagen das Lower Cathedral Valley mit dem Temple of the Sun und Temple of the Moon – wie extra für uns von der Sonne angestrahlt. Einfach toll – oder nicht?

Bevor wir die beiden Monolithen aber näher ansehen konnten, lag rechts von uns noch der Glass Mountain -nicht zu verwechseln mit dem „Looking-Glass-Rock“, der zwischen Moab und Monticello liegt.

Der Glass Mountain besteht aus Selenit-Kristall, was auch Marienglas genannt wird (wurde früher als Glas-Ersatz für Marienbilder benutzt)

Anschliessend bogen wir links zum Temple of the Sun und dem danebenliegenden kleineren Temple of the Moon ab. Wunderschön, wie sich die beiden da im Sonnenlicht präsentierten.

Nach einer ausgiebigen Fotosession fuhren wir weiter zum Gypsum Sinkhole, ein ca. 60 m hoher Trichter, wo Gips durch Wasser gelöst wurde und er daher so „eingestürzt“ aussieht

Dann ging die Fahrt weiter Richtung Upper Cathedral Valley – und wieder lagen die Felsmonolithen im schönsten Sonnenlicht vor uns, wie von einem Spot angestrahlt.

Wir verliessen des CV über eine Anhöhe Richtung Freemont River Furt, die Strasse war hier allerdings deutlich schlechter und hat auch nicht besonders viel Spass gemacht.

Von oben hatten wir nochmal einen grandiosen Überblick über das Valley...

...einmal auf die andere Seite gucken: View Point South Desert

South Desert Overlook
South Desert Overlook


Kurz darauf änderte sich die Landschaft und man konnte schon die noch kommenden Bentonite Hills erahnen:

Was für eine Landschaft – rechts die farbenprächtigen Hills – links ein Teppich gelber Wildblumen:

Zum Abschluss durften wir dann noch durch den Freenmont-River-Furt – dann waren wir wieder auf Asphalt. Zum Thema Wasserhöhe: von wegen ancle-deep - knee-deep trifft es deutlich besser. Aber wir sind ohne Probleme rübergekommen.

Wir sahen nochmals alte Bekannte – den Freemont River Fall, den Navajo Dome, das Fruita Schoolhouse, bis wir dann in Torrey auf die UT 12 abbogen.

Hier hatten wir nochmal herrliche Ausblicke aufs Capitol Reef und das Grand Staircase Escalante.

In Escalante angekommen, bezogen wir unser Zimmer im Circle D, welches wir über den DA-Gutschein 10% günstiger bekamen.

Zum Abendessen testeten wir das neue Lokal vom Circle D – aber wir werden wohl treue Cowboy-Blues-Fans bleiben...

EDIT: Das Cowboy-Blues gibt es leider mittlerweile nicht mehr.

Die Bedienung raffte irgendwie gar nichts, erst behauptete sie, meine Sorte Bier gäbe es nicht, ich bestellte dann ein anderes. Gebracht hat sie mir dann St.-Pauli-Bier – das widerum wollte ich nicht. Nachdem sie mir mein ursprünglich bestelltes Bier servierte, meinte sie, ich könnte das andere auch trinken, es würde nix kosten. Aha!

Als unser Essen kam, war bei Willy die falsche Beilage dabei, die er zudem gar nicht mochte. Sie ging zur Küche und brachte seine richtige Bestellung, meinte aber, er solle doch von beiden probieren und dann entscheiden, was ihm besser schmeckt. Sie liess nicht locker, bis Willy von beiden Portionen gekostet und sich dann für eine von beiden entschieden hatte. Die andere liess sie einfach an unserem Tisch stehen. Als wir beinahe mit dem Essen fertig waren, schnappte sie sich das St.Pauli-Bier und servierte es unseren Tischnachbarn..... was mit dem zweiten Essen geschah, haben wir nicht mehr mitbekommen...

Das Essen war ok, mehr aber auch nicht – hier kann ich keinen Daumen-hoch vergeben.
Den Rest des Abends verbrachten wir wie üblich mit vor dem Motel sitzen und quatschen, den Tag noch mal Revue passieren lassen, Fotos hochladen, Mails checken (mal wieder keine schlechten Nachrichten dabei – juhu - das sollte sich leider sehr schnell ändern....).

 

Fazit:

Plus - Cathedral Valley - traumhaft schön

 

Minus - leider hat uns das Wetter etwas die Pläne geändert...zumindest am Tagesanfang. Dann wars ja eigentlich richtig gut.

 

 

Motel: Circle D in Escalante - nicht schlecht, zumindest die neueren Zimmer

 

Essen: Circle D Eatery - das Breakfast soll angeblich besser sein...

 

Wetter: erstmal sahs nach Regen aus, hat sich dann aber doch sehr gebessert!

 

25.05.2010